Klimarisikobewertung in der nachhaltigen Finanzierung

Gewähltes Thema: Klimarisikobewertung in der nachhaltigen Finanzierung. Willkommen! Wir zeigen praxisnah, wie Finanzakteure Klimarisiken erkennen, bewerten und in tragfähige Entscheidungen übersetzen – mit Geschichten, Daten und Werkzeugen. Abonniere unseren Newsletter und teile deine Fragen oder Erfahrungen in den Kommentaren.

Physische Risiken entstehen durch Extremwetter, Meeresspiegelanstieg und schleichende Veränderungen, die Produktion, Lieferketten und Immobilienwerte treffen. Übergangsrisiken folgen aus Politik, Technologie und Marktpräferenzen, etwa durch CO₂-Preise, neue Standards oder bahnbrechende Innovationen. Beide Risikotypen wirken zusammen und beeinflussen Finanzierungskosten sowie Bewertungsmodelle.

Warum Klimarisikobewertung jetzt entscheidend ist

Als wir nach dem Ahrtal-Hochwasser 2021 ein regionales Kreditportfolio neu modellierten, kippte die risikogewichtete Bewertung einzelner Sicherheiten innerhalb weniger Stunden. Die Lektion: Historische Daten ohne Klimaperspektive sind trügerisch. Teile gern deine eigenen Erkenntnisse oder blinde Flecken aus der Praxis.

Warum Klimarisikobewertung jetzt entscheidend ist

Emissionen und Exponierung messbar machen

Scope-1- bis Scope-3-Emissionen, standortgenaue Vermögenswerte und sektorale Umsatzanteile bilden das Fundament. Ergänzt um Gefährdungskarten, Lieferketteninformationen und Energiepreise entstehen robuste Profile. So lassen sich Hotspots erkennen, Prioritäten setzen und Engagement-Strategien gezielt planen.

Szenarioanalyse mit 1,5°C, 2,7°C und 3°C Pfaden

Wir übersetzen Temperaturpfade in wirtschaftliche Größen: Nachfrageverschiebungen, CO₂-Kosten, Kapitalkosten und Technologieadoption. Ein streng regulierter 1,5°C-Pfad trifft emissionsintensive Sektoren hart, reduziert jedoch physische Schäden. Ein 3°C-Pfad schont kurzfristig Margen, erhöht aber die langfristigen Ausfallwahrscheinlichkeiten drastisch.

Methoden der Bewertung in der Praxis

Wir koppeln Markttreiber wie CO₂-Preise, Nachfrage und Regulierung an Bewertungsmodelle. Portfoliostresstests kombinieren Schocks aus physischen und Übergangsfaktoren, um Verluste, Ratingdrifts und Covenants zu simulieren. So entstehen belastbare Entscheidungsgrundlagen für Limits, Hedging und Engagement.
Ein interner Schattenpreis für CO₂ macht Klimarisiken kapitalmarktfähig. Wir prüfen Margen, EBITDA-Sensitivitäten und Stranded-Asset-Gefahr entlang der Wertschöpfungskette. Ergebnis sind Prioritätslisten für Investitionen, Effizienzprogramme und Gespräche mit Emittenten über realistische Dekarbonisierungspfade.
Nicht jedes Risiko ist überall gleich relevant. Eine doppelte Materialität bündelt finanzielle und ökologische Wirkung. So konzentrierst du Ressourcen auf die Themen mit größter Hebelwirkung. Teile in den Kommentaren, wo euer größter Hebel liegt – Branche, Region oder Technologie.

Regulatorische Leitplanken und Offenlegung

EU-Taxonomie und SFDR: Von der Klassifizierung zur Kapitallenkung

Die Taxonomie definiert, was ökologisch nachhaltig ist, SFDR strukturiert Offenlegung und Produktklassifizierung. Richtig angewendet, lenkt beides Kapital in Aktivitäten mit realer Wirkung. Portfolios werden so transparenter, vergleichbarer und langfristig robuster gegenüber Klimaschocks.

CSRD und ISSB S2: Berichten, das Entscheidungen ermöglicht

CSRD verlangt detaillierte Klimaangaben, die mit Geschäftsstrategie und Risikomanagement verknüpft sind. ISSB S2 schafft internationale Vergleichbarkeit. Wer früh umsetzt, senkt Berichtskosten, stärkt Vertrauen und verbessert den Zugang zu Kapital. Abonniere unseren Leitfaden zur Umsetzung.

Fallstudie: Ein Portfolio wird klimaresilient

Ein hoher Anteil an energieintensiven Kunden, wenige physische Sicherheiten in Risikogebieten identifiziert, kaum CO₂-Transparenz. Erste Schocks im Energiemarkt offenbarten Covenant-Risiken. Das Team entschied, Klimarisikobewertungen verpflichtend in Neukredite und Monitoring einzubauen.
Dashesart
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